Trainingsgewehr m/38-22

Bei dieser seltenen Variante des Schwedenmauser scheint es sich fast um ein Phantom zu handeln. Offenbar wurden nur ganz wenige Exemplare bei Carl Gustaf Stads und Husqvarna hergestellt. In der einschlägigen Literatur wird die Existenz bestätigt, aber auf dem freien Markt findet man dieses Gewehr nahezu gar nicht. Wie bei Dana Jones "Crown Jewels" zu lesen ist, vermutete man zunächst, dass diese äußerst seltenen Gewehre gar nicht in Schweden hergestellt sein sollten, sondern möglicherweise in den USA. Zwischenzeitlich spricht aber vieles doch dafür, dass Schweden das Herkunftsland ist, da das Kleinkalibersystem identisch ist mit dem des Trainingsgewehrs m/63-22.

 

Wie der Name andeutet basiert das Trainingsgewehr m/38-22  auf dem Modell m/38. Äußerlich kaum zu unterscheiden, weist es jedoch einige erkennbare Unterschiede auf: Hergestellt im Kleinkaliber .22 lfb, Einzellader, ein spezieller Verschlusskopf, einem massiven Kleinkaliberlauf (kein Futter-, bzw. Einstecklauf), und einem geraden Kammerstengel.

Die hier abgebildete Waffe wurde 1943 bei Husqvarna hergestellt. Es trägt die Seriennummer 4. Beschlag- und Schlossteile sind nicht nummeriert. Der Schaft besteht aus Buchenholz. Ungewöhnlich ist das eingewalzte Muster auf dem Abzugsbügel.

Bekannt sind zwei weitere Waffe aus Husqvarna-Produktion 1943 mit den Seriennummern 032 und 574. Letztere wurde 1998 erworben.  Sie verfügt noch über den originalen Zubringer nebst Feder und der Abzugsbügel ist glatt und nicht wie bei der hier abgebildeten Waffe geriffelt. Bilder dieser Waffe folgen noch. Damals sollen auf einer Waffenbörse im Ruhrgebiet noch vier weitere m/38-22 angeboten worden sein.

  
 
 Fotos: Mit freundlicher Genehmiung von Udo Seemann